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Neuste Filme
Dienst am Leben (SZ 1955)
Face à la vie
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Der Film versucht die Inhalte, den Werdegang und den Beruf der Krankenschwester sowie deren unterschiedliche Ausrichtungen aufzuzeigen. Im Verlaufe des Films begleitet man junge Damen in verschiedenen Etappen in deren Ausbildung. Mit dem Einzug in die Schwesternschule beginnt das Berufsleben jeder Krankenschwester und gleich wird die Arbeitskleidung ausprobiert. Man blickt in ihre erste Anatomiestunde, begleitet sie im Spitalpraktikum, an die Diplomprüfung und schliesslich in ihren Berufsalltag. Stets wird betont welch wichtige soziale Aufgabe die jungen Damen ausüben werden. Auch der Wandel zum früheren Berufsbild wird relativiert, so gehören stressige Mahlzeiten der Vergangenheit an, dass die Krankenschwester den wohltuenden Freiraum mit den Tugenden des modernen Lebens junger Damen ausgestaltet, oder wird die Gleichheit zwischen Krankenpfleger und Krankenschwester gewürdigt.
Erwähnte Berufsbilder: Spitalkrankenschwester, Krankenschwester in der Arztpraxis, Pflege der Gemüts- und Nervenkranken, Auslandeinsätze bei unterentwickelten Völkern, Schulkrankenschwester, Betriebskrankenschwester, "Diakonie Schwester", mobiler Einsatz mit dem Schirmwagen, ...
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Regie: Jean-Pierre Guéra,
Dauer: 00:16:35
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Tschu Tschu (SZ 1973)
Variationen zum Thema Eisenbahn
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Dokumentation über die Marzili Bahn, Bern.
Beinhaltet Cartoon über die Geschichte der Eisenbahn, die verschiedenen Schienen - und Antriebssysteme sowie über die Gründungsgeschichte der Marzili Bahn.
Details
Cartoon: Schriftzug Tschu Tschu, Variationen zum Thema Eisenbahn, Ein Film von Werner Emmisberger, Geschichte der Eisenbahn: 1 Eisenbahn von Georges Steffenson.
Beispiele verschiedener Systeme und Probleme: Absurdes, Utopisches und Skuriles.
Wasserangetriebenes System der Marzilibahn: mit Wasser gefüllter Bergwagen zieht den leeren Talwagen durch sein Gewicht während der Abfahrt hoch.
1884 Gründung des Initiativkommitees der Marzili Bahn AG, Gründungsmitglieder: Rothenbach, Gfeller, Lutzmüller, Morgenthaler, Münger, Salvisberg und Schnydermuggli.
Ab 1885, 1 Drahtseilbahn Europas: Marzili Bahn AG, Höhendifferenz 30m, Länge 100m.
Ab 1974 kein Wasserantrieb mehr, neue Wagen, elektrisch angetrieben.
Div. Ansichten Marzilibahn Aussen und Innen: alte Wagen, neue Wagen, Fahrt, Passagiere, Bahnpersonal, Berg- und Talstation. Longstreet Jazz Band in der Marzilibahn.,
Regie: Werner Emmisberger,
Dauer: 00:09:46
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Proviele (SZ 1983)
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Experimentalfilm, der, wenn auch etwas willkürlich, das Leben im Bern Anfang der Achtzigerjahre dokumentiert.
Leute im Zentrum Berns werden gefilmt, die sich um einen uns unsichtbaren Mittelpunkt scharen. Kinder lachen, Erwachsene sind leicht verlegen, wollen nicht gefilmt werden, Jugendliche schneiden Grimassen. Wir erfahren nicht, worum es sich handelt.
Dann der Morgen einer nicht weiter vorgestellten Person. Eine Person tippt einen Brief auf einer elektrischen Schreibmaschine.
Es folgt ein Interview mit einem Kleinbauern, der aus seiner Jugend erzählt, wie früher weniger technische Geräte die Arbeit erleichtert hätten; er erzählt von seinem Austauschjahr in der Welschschweiz, vom Turnverein, von der Kaninchenzucht. Wir begleiten den Mann mittleren Alters in den Stall und sehen ihn beim Jassen mit seiner Familie.
Dann ein Sprung in ein ganz anderes Umfeld. Ein junger Mann spielt im Spielsalon Joker (Spitalgasse) am Flipperkasten, raucht dazu eine Zigarette. Im Hintergrund läuft Disco-Sound.
Es folgen schwarz/weiss-Bilder von einem nackten Männerkörper, der sich am Boden dreht und verrenkt. Immer wieder Nahaufnahmen des Körpers, der Hand, die den Körper abtastet.
Eine weitere Sequenz zeigt uns ein ein verliebtes Pärchen, das anscheinend einen dritten Typen versetzt.
Dann kriegen wir Bilder von einem jungen Musiker, der auf der Gitarre ein Rockstück einstudiert, gesungen wird playback, dazu relativ verkrampfte Bilder des Sängers, der sich zwischen zwei Flutscheinwerfern von seinem Gig erholt, den Kopf in die Arme gelegt. Schleppende E-Gitarrenstück wird abgespult - jedenfalls weiss der Sänger und einzige Musiker, wie er sich bewegen "will", er kopiert in hübsch-lächerlicher Form seine Vorbilder.
Dann wird uns ein Mann in Ledermontur gezeigt, der in einem leeren Duschraum den "Blick" liest. Auf der Frontseite gibt’s die Meldung: "Feigling - Hitler-Fan schoss sich in den Kopf". Dann beginnt unvermutet die Zeitung zu brennen und der Mann ist plötzlich verschwunden. Am Boden liegt die verkohlte Zeitung und plötzlich - klatscht ein Hirn an die Duschraumwand. Hirn und Zeitungsreste werden dann von einem Wasserstrahl weggespült.
Die nächste Sequenz zeigt Bilder einer verschneiten ländlichen Landschaft, hinterlegt mit akustischer Gitarrenmusik.,
Regie: Brigit Herrmann,
Dauer: 00:43:04
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Herbsttheater (SZ 1985)
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Seniorentheater .
Der Film aus dem Filmkurs der Schule für Gestaltung Bern des Jahres 1984/85 portraitiert eine SeniorInnen-Theatergruppe. Den Handlungsrahmen setzt das titellos bleibende Theaterstück (heisst es etwa "Herbsttheater"?), das die Gruppe probt und schliesslich am Ende des Films aufführt. Das Stück handelt vom alt werden, vom Herbst des Lebens, der eben doch noch ein Teil des Lebens ist und deshalb gelebt werden will. Von den Theaterszenen ausgehend wird auf fünf ältere Schauspielerinnen und Schauspieler eingegangen. Alle sind sie im Ruhestand und doch leben sie ihr Alter intensiv. Sie erzählen von ihrem Leben, ihrer Jugend, von der Familie und dem Beruf. Der Film zeigt, wie sie als RentnerInnen ihre Tage ausfüllen und weshalb sie sich im Herbst ihres Lebens noch auf die Theaterbühne trauen.
Max Bach hilft jährlich bei der Rechnungsprüfung in seiner ehemaligen Sparkasse. Zuhause auf der Ofenbank schaut er sich mit seiner Frau Briefe und Fotos aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit an. Vreni Bach engagiert sich im Samariterverein.
Merguerite Sigrist erzählt, wie sie ihren Mann, einen Arzt, kennengelernt hat. Merguerite zeichnet gerne, sie zeigt einige ihrer Werke. Vor geraumer Zeit wurde direkt vor dem Haus die Autobahn gebaut. Seither hat Merguerite viel Lebensfreude verloren. Das Theaterspiel hat sie ihr wieder zurückgebracht.
Auf der Theaterbühne spielt Albert Pulver einen Notar. Auch in der Realität ist er Zeit seine Berufslebens vor Publikum gestanden: Als strenger Grundschullehrer, der patriarchisch noch durch Körperstrafe erzog, schliesslich als Gemeindepräsident - im Film wird seine Rede zur Amtsabgabe gezeigt - und immer noch als Feuerwehrinspektor. Mit seiner Familie schaut er sich die Theaterszenen am TV an und ist von sich selber unangenehm überrascht.
Zuletzt wird Elsy Liechti portraitiert. Sie besucht das Grab ihres Mannes und erzählt anschliessend, wie sie als gebürtige Baslerin jahrelang in Biglen nicht akzeptiert wurde. Heute kann sie sich nicht mehr vorstellen, woanders zu leben.,
Regie: Alfredo Knuchel,
Dauer: 00:48:53
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Kaiserhaus (SZ 1983)
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Der Film handelt vom Kaiserhaus, einem Gebäude und ehemaligen Prestigegeschäft in der Berner Marktgasse. Das Kaiserhaus ist Anfang 20. Jahrhundert an der Marktgasse 39 und 41 erbaut worden. Das Gebäude wird in den Achtzigerjahren umgebaut. Der Umbau löst in Bern damals heftige Reaktionen aus.
Der Film beginnt damit, dass mit zwei Männern ein Interview geführt wird. Sie sprechen über das Kaiserhaus, über den aktuellen Rechtsstatus dieser Liegenschaft. Im Tram Nr.3 fahren wir über die Kirchenfeldbrücke, dann durch die Marktgasse hoch.
Wir sehen nun erst einmal Bilder von dem Gebäude, wie es heute genutzt wird, bzw. von der Passage, in der sich ein Teppichgeschäft, ein Ex-Libris und ein Denner befinden, aber auch ein Lokal mit einer Bar.
Es folgen Interviews mit den Nachkommen des Mannes, nach dem das Kaiserhaus benannt ist. Kaiser war zu beginn des Jahrhunderts eine Papeterie- und Schulbuchhandlung. Um 1904 ist dieses Geschäft in das neu errichtete Gebäude an der Marktgasse umgezogen, einen Prestigebau, der unter der Anleitung deutscher Architekten aufgezogen worden war. Fotografien von der ehemaligen Baustelle wechseln sich ab mit Einspielungen der Familiennachkommen, die Bilder austauschen und über die ehemaligen Besitzer sprechen.
Dann gibt ein Architekt Auskunft über das neueste Umbauprojekt, von dem das Kaiserhaus betroffen war. Der Umbau ist ausgeschrieben worden in einem Architekturwettbewerb. Eigentlich hatte man das gesamte Gebäude neu gestalten wollen, d.h. Marktgasse und Amthausgasse. Dies konnte allerdings nicht realisiert werden, weil so unterschiedliche Ansprüche an den Umbau gestellt waren, u.a. der Tresorraum für die Bank in der Amthausgasse. Zu lockerer Musik kriegen wir dann Bilder einzelner Elemente der Fassaden, der Innendecke usw. vorgeführt.
Im Folgenden gibt ein Boutiquenbesitzer der Kaiserhaus-Passage Auskunft über den "Verfall", der dem Gebäude durch den Umbau eingeleitet worden ist. Seiner Meinung nach hat man den Umbau völlig überhastet vollzogen, die "Türkengeschäfte" hätten die alten Prestigegeschäfte verdrängt.
Und zwischendurch erhalten wir immer wieder Bericht über den Geschäftsvater und seine Söhne. Diese haben um 1910 z.B. den Pestalozzikalender herausgegeben, ebenso "Kaiser's Schatzkästchen". Kaiser hat sich damit verdient gemacht auch neben seinen eigentlichen Arbeitstätigkeiten.
Kaiser war ein "Spezialgeschäft", das sich dezidiert nicht als Warenhaus verstanden hat. Ein Bewohner der Kaiserpassage sagt, dass man hier noch professionell von "Fräuleins verschiedener Gattung" bedient wurde, auch eine ehemalige Mitarbeiterin des Geschäfts spricht von den Ansprüchen, die man in der Bedienung erfüllen wollte.
Dann gibt ein Maler Auskunft, der die Räumlichkeiten in der Bank (Amthausgasse) ausgemalt hat.
Auch ein Kränzchen ehemaliger Mitarbeiterinnen sprechen über ihre Anstellungen.
Schliesslich informieren die Nachkommen der 4. Generation über die Geschäftsauflösung. Er erzählt, wie er mit 160 Kündigungsbriefen auf die Post gegangen ist.
Der Film wird abgeschlossen durch einige Fragen an den Vertreter der Nationalbank. Dieser sitzt im Konferenzsaal der Nationalbank, in einem Teil des Kaiserhauses. Der Saal ist innenarchitektonisch neu ausgestaltet worden. Der Mann meint, dass man mit diesem seinem Lieblingssaal gezeigt habe, wie eine alte Aussenfassade und eine moderne Innenarchitektur sich gut ergänzen können, wie man also modern in die alten Berner Stadthäuser bauen könne.,
Regie: Dieter Fahrer,
Dauer: 00:42:47
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